Kissing Spine - Hordi

Original Sprache:

Patient:
Typ: Pferde
Alter: 8Jährig
Beschrieb: Springpferd

Behandlunsbeginn: 01.09.20

Krankheitsbild / Symptomatik:

Dieses Pferd hat schon seit dem Fohlenalter einen sehr schlechten Rücken. (sogennante Senkrücken)Sie schien jedoch unter dem Sattel lange Zeit keinerlei Probleme zu haben. (Senkrücken) Bis Ende Juni sprang das Pferd sehr gut und war voller Energie. Dann, im Juli, wurde sie plötzlich lethargisch und wollte unter dem Reiter nicht mehr vorwärts gehen. Wir stellten ihr Futter auf Hafer um und erhöhten die Menge, aber es passierte nicht viel.

Sie wurde auch ziemlich unfreundlich und beschwerte sich wirklich, als wir sie sattelten.

Wir untersuchten sie dann mit einem Thermographen und fanden nach mehreren Kontrollen zwei Auffälligkeiten am Ende der Brustwirbelsäule, die möglicherweise auf etwas Ähnliches wie Kissing Spine zurückgeführt werden konnten. Nach Absparche mit unserem Arzt entschieden wir uns, auf die beiden Punkte Vetdrop anzuwenden.

Nach einer kurzen Zeit der Behandlung bemerkten wir, dass sie freundlicher und lebhafter wurde. Wir gingen wieder mit ihr zu Veranstaltungen, aber wir bemerkten, dass sie immer in der 2 Runde weniger Lust und Kraft hatte.

Sie wurde zwar etwas freundlicher in der Box und beschwerte sich weniger, wenn sie gesattelt wurde, aber das war für uns immer noch nicht genug.

Da wir mit den Ergebnissen immer noch nicht zufrieden waren und nach langem Hin und Her, ließen wir sie röntgen.

Unser Verdacht, dass unsere Stute Probleme mit dem Rücken hat, bestätigte sich leider. Ihr Körperbau ist seit Kindesalter nicht ideal mit leichtem Senkrücken. Trotz früh eingeleiteter Massnahmen mit Physio, Massagedecken, Satteloptimierung und gezieltem Training konnten wir kein zufriedenstellendes Ergebnis erziehlen, bzw. der Zustand verschlechtert sich immer mehr. Sie zeigt es mit allgemeinder schlechter Laune, Widersetzlichkeit beim putzen und vor allem beim Satteln.

Nach erneuten thermographischen Aufnahmen mit deutlichem Wärmemuster im Hinteren Bereich der Sattellage haben wir sie dann zusätzlich röntgen lassen, leider - jedoch nicht überraschend - mit schlechtem Ergebnis: starke Wirbelengstände/Kissing Spine. Allgemein ist das Pferd gut bemuskelt, jedoch ist die Muskulatur im Lendenbereich durch die Kompensation deutlich verhärtet.

Die Prognosen laut Tierarzt sind schlecht, wir haben uns jedoch gemeinsam entschieden, einen Versuch mit Vetdrop zu starten um die knöchernen Strukturen zu verbessern und mit gezieltem Longen- und Laufbandtraining die Symptome zu verringern.

 

Anfang September:

Dezember 2020:

Dezember 2020:

Dezember 2020:



 

Video:



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Video 3:



Behandlungsbeschrieb

Das erste, was wir taten, war, sie nicht mehr zu reiten. Da der Arzt eine sehr schlechte Prognose prognostizierte und eigentlich dachte, wir hätten keine Chance, beschlossen wir, zusätzlich zur Behandlung mit Vetdrop folgendes zu tun:

- Kein Reiten bis Anfang 2021
- Nur Longieren und viel Laufband zur Stärkung der Bauchmuskulatur. Zusätzlich arbeiteten wir mit der elastischen Bandage, die sie ohne Schmerzen und ohne Druck dazu brachte, den Rücken nach oben zu schieben und ihr so Raum zur Stärkung der Bauchmuskulatur zu geben.
- Der Tierarzt sprizte ihr Kortizon, um ihr eine Chance zu geben, alle Muskeln ohne Schmerzen zu stärken. Sie wurde im Dezember gespritzt. Die Kortisonbehandlung sollte mindestens 1 Monat anhalten.
- Alle 2 Tage behandelten wir sie mit Vetdrop- einmal gegen die Schmerzen und einmal zur Muskelentspannung - immer unter dem Solarium und immer auf einem warmen Rücken - nach der Behandlung ging sie immer auf das Laufband

Wir haben nach der Kortisonspritze keinen großen Unterschied bemerkt. Vielleicht hat es zusammen mit Vetdrop gut gewirkt, aber sie war sicherlich nicht viel besser nach der Injektion.

In den ersten 2 Monaten nach der Injektion bemerkten wir, dass sie immer noch sehr empfindlich auf Druck auf ihren Rücken reagierte.

Wir haben nun 2 Wochen lang den Rücken des Pferdes behandelt und, am 28. Dezember, reagierte das Pferd plötzlich auf eine seltsame Weise. Während der Behandlung mit dem ersten Produkt streckte sie sich plötzlich mit dem Bauch fast auf dem Boden. (Siehe Video oben). Während der Behandlung mit dem zweiten Produkt tat sie dasselbe. Das hat sie vorher noch nie gemacht. Vielleicht hat es etwas zu bedeuten, vielleicht auch nicht. Was uns auch aufgefallen ist, ist, dass es am Anfang oft ein lautes Knackgeräusch gab, wenn sie sich streckte. Das hat mittlerweile aufgehört.

Diese Reaktion wiederholte sie dann in den nächsten Monaten mehrmals.

Dann, Anfang März, zeigte sie auf einmal keine Reaktion mehr auf Druck. Sie blieb auch bei großem Druck auf die Wirbel und die anleigende Muskulatur stabil und reagierte nicht.

Daraufhin beschlossen wir, sie zu reiten. Zunächst wurde sie ab dem 15. März nur ausgeritten. Wir kontrollierten ihren Rücken jeden Tag und stellten keine Schmerzreaktion fest. Dann wurde sie am 2. April über kleine Hindernisse gesprungen. 6 Stunden nach dem Springen untersuchten wir ihren Rücken erneut, und wieder konnten wir keine schmerzhafte Stelle finden.

Wir machen jetzt weiter. Das Cortison sollte in etwa 90 Tagen aufhören zu wirken, so dass es langsam aus ihrem System heraus sein sollte und nicht mehr hilft. Jetzt glauben wir, dass unser Vetdrop das übernehmen kann und mit Phytoprodukten hilft. Die Arbeit zum Aufbau ihrer Muskeln war auch extrem wichtig und wir werden das Training auf diese Weise fortsetzen. Der nächste Schritt wird sein, sie zu röntgen - wir werden bald über den Status berichten,
Wir haben heute wieder einen Schmerztest gemacht und 2 Videos im Behandlungsjournal unten hochgeladen (Datum ist der 5. April 2021). Sie zeigt keine Schmerzempfindlichkeit, auch wenn wir sehr stark drücken.
wir haben am 7. April wieder mit dem normalen Springtraining begonnen. Bis jetzt haben wir keine Anzeichen von Schmerzen während des Trainings (Gefühl des Reiters), oder nach dem Training ( Abtasten). Spätestens nach 3 Monaten sollte das Kortison keine Wirkung mehr zeigen, so dass unser allgemeines Behandlungsregime erfolgreich sein müsste.
Wir werden monatlich über eventuelle Veränderungen berichten, aber wenn es keine neuen Meldungen gibt, können Sie davon ausgehen, dass sie in dieser Zeit keine weiteren Probleme mit ihrem Rücken hat.



diese Bilder zeigen Hordulan Anfang April. Meiner Meinung nach hat sich ihr Rücken angehoben. :

Er ist viel gerader - wenn wir ihn mit einem anderen Pferd vergleichen, sieht er fast gleich aus.:

Auch wenn sie nicht frisst, ist ihr Rücken viel gerader als vorher.:

 

Video:



Video 2:



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